Wir schreiben das Jahr 2012 und haben heute Anlass darüber zu denken, wie denn der Alltag von Menschen mit Behinderung aussieht. Grundsätzlich sollten wir aber jeden Tag darüber denken.

In Amerika wird die UN-Behindertenrechtskonvention heftig diskutiert, weil manche Angst haben, dass die Eltern eine Einschränkung erleben könnten – eine Organisation wie die UNO schränke die Entscheidungsfreiheit in der Frage der Erziehung ein. Nein, im Gegenteil! Die UN-Konvention schreibt das vor, was längst überfällig ist: Selbstbestimmtes Leben, Barrierefreiheit, ein gleichberechtigtes Dasein. Dies umzusetzen würde wirklich ein friedliches Miteinander erzeugen, was sicher nicht ablehnbar ist.
So sollte man sich vergegenwärtigen, dass viele Menschen mit Behinderung immer noch Barrieren erleben müssen. Es sind nicht nur bauliche Barrieren, sondern viel mehr die sozialen Barrieren in den Köpfen, die den Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben erschweren. Es ist an der Zeit, diese abzubauen, denn es gilt immer: „Wir sind nicht behindert, aber die Gesellschaft behindert uns“.
Daher ist es notwendig, dass wir alle aufeinander Rücksicht nehmen müssen, weil es höchst an der Zeit ist uns nicht mehr als eine arme Minderheit zu sehen, sondern als Menschen mit Gefühlen, Lebensfreude und dem Wunsch der vollständigen Akzeptanz!