Archive for '2011'

Austauschtreffen “2 Dolmetscher 1 Luxus?” am 5. Oktober 2011

DolmetschServicePlus hat in Zusammenarbeit mit WITAF im dortigen Clubraum ein Austauschtreffen veranstaltet, wie sich Teamdolmetschen etabliert hat und haben gleich eine Studie vorgestellt.

Dolmetschen in Gebärdensprache ist in der gehörlosen Welt ein wichtiges Thema, umso wichtiger im universitären (Bildungs-) Bereich. Wissenschaftliches Dolmetschen, so erklären die Vortragenden Sabine Zeller, Elke Schaumberger und Patricia Brück, erfordert noch mehr Konzentration, da wissenschaftliche Begriffe und Definitionen zu übersetzen sind. Sabine Zeller erzählt, dass der Vorschlag vom Teamdolmetschen früher etwas konfus erschien. Diese geglaubte Unmöglichkeit bewies sich als praktische Realität und manifestierte sich im Laufe der Jahre. Mittels Projektion wurde dargelegt, wie Teamdolmetschen als solches funktioniert: in einem z.B. zwei Stunden andauernden Vortrag werden zwei Dolmetscher benötigt. Diese wechseln sich im ca. 15-20 Minuten-Takt ab, da die Konzentrationsspanne eines Menschen nicht länger anhält. Während der eine dolmetscht, also einen Arbeitsprozess von Hören-Verarbeiten-Gebärden durchführt, ist der andere Dolmetscher angehalten, zuzuhören und seinem Kollegen nötigenfalls zu helfen. Elke Schaumberger erklärt indes, dass im Parlament meistens vier Dolmetscher am Werk sind. Diese Methode wird am Häufigsten eingesetzt.

Patricia Brück zeigt indes ihre durchgeführte Studie zum Thema Teamdolmetschen. Sie befragte jeweils acht gehörlose Studierende und acht DolmetscherInnen vom Pool des Projektes GESTU mit Fragen u.a. zur Unterschiede der befragten Personen, die Aufgaben einer/s GebärdensprachdolmetscherIn und etwa die Erfolgsquote beim Dolmetschen gesamt. Das Ergebnis schaut folgendermaßen aus: während die Gehörlosen “Kunden” gut vorbereitete Dolmetschteams und im gewissen Sinne unauffälliges Dolmetschen wünschen, kritisieren die DolmetscherInnen selbst die fehlende Vor- und Nachbereitung. Was DolmetscherInnen wünschen ist z.B. der gleiche Teampartner, welcher gut zusammenarbeiten kann sowie ein gutes Teamklima.

Des Weiteren wurde noch darüber berichtet, wo man sich finanzielle Unterstützungen für die Dolmetschdienste holen kann. Dabei wurden der FSW (Fonds Soziales Wien) und das Bundessozialamt genannt.

Wir danken dem DolmetschServicePlus für den Vortrag!

Links:

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Bildungsaktionstag der ÖH

Heute, 18.10.2011, wurde ein Bildungsaktionstag durchgeführt. Der Demonstrationszug ging von der Rampe der Universität Wien hinüber zum Minoritenplatz, wo eine Kundgebung stattfand. Zahlreiche Vertreter der studentischen Bewegung protestierten gegen die geplanten Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen. Obwohl für behinderte Studierende keine Änderung zu fürchten ist, ist es durchaus berechtigt bei dieser Demo, das die Bildungssituation anzweifelt, mitzumachen. In den Videos gibt es mehr Details:

Video zur DEMO

Video mit den ZIELEN

 

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An der VHS polycollege gibt es mit Bernadette Auersperg wienweit die erste gehörlose Absolventin der Berufsreifeprüfung. Mit dem Angebot der Wiener Volkshochschulen zum Nachholen von Schulabschlüssen nahm die 24-jährige Wienerin ihre Bildungschancen wahr und setzt ihren Weg nun mit einem
Universitätsstudium fort.

Interview_Bidlungsberatung_für_gehörlose_Menschen

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Tipp: Infostand der ÖH Uni Wien

Diese Woche organisiert die ÖH Uni Wien in der Garderobe des Audimax folgende Informationsberatung:

” Täglich von 9 bis 17 Uhr findest du in der Garderobe des Audimax Infostände
der ÖH Uni Wien, der Stipendienstelle, der MieterInneninitiative und vieler
anderer nützlicher Anlaufstellen für Studierende.
Am Mittwoch 12.10.2011 von 12 bis 17 Uhr wird eine ÖGS-Dolmetscherin zur
Verfügung stehen. In dieser Zeit sind Beratung und Information auch in
Gebärdensprache möglich.” (Mail vom 10.10.2011).

Hinschauen lohnt sich bestimmt :)

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Theatervorstellung “Signings” anlässlich des Weltgehörlosentages

Am 27. September 2011 wurde in der Säulenhalle des österreichischen Parlaments das Projekt “Signings: Zeichen als Verständigung” vorgestellt. Ein kurzer Rückblick:

Zu diesen von Bernd Roger Bienert inszenierten Theaterstück hat die Nationalratspräsidentin Barbara Prammer geladen. Die Frau des Bundespräsidenten, Margit Fischer, war auch zugegen um den gehörlosen Tänzerinnen Nadia Kichler und Alice Xiaoshu Hu sowie hörenden TänzerInnen, etwa Ursula Szameit, Kira von Zierotin oder Kun Chen Shih zuzusehen. Mag.a NR Helene Jammer hielt eine Rede in Gebärdensprache.

Vorrangig ging es in diesem Theaterstück um die Verständigung. Wörter müssen dabei nicht immer in Lautsprache vermittelt werden, sondern können in Bewegungen – eben Gebärdensprache – dargestellt werden. Der Regisseur Bernd R. Bienert versuchte ganz bewusst einen vom Schauspieler Hans Dieter Knebel gesprochenen Text in Bewegungen zu transformieren. Unterstützt mit Hilfe von Choreographie- und Tanztechnik ist ihm das auch gut gelungen. Die Architektur der Säulenhalle des Parlaments wurde bewusst in das Stück integriert und machte somit ein hervorragendes Zusammenspiel zwischen Raum und Darstellung möglich. Zum Abschluss wurde nochmals betont, dass die Kommunikation nicht unbedingt an der Lautsprache gebunden sein muss.

Gratulation zu diesem Stück!

 

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Erster ÖGS-Flashmob in Wien


Am 26. September 2011, dem Tag der Sprachen, organisierte “ServiceCenter ÖGS Barrierefrei” einen ÖGS-Flashmob. VÖGS war mit dabei.

Um 11 Uhr vormittags wurde zur Vorbesprechung geladen um gegen 11.30 Uhr am Urban-Loritz-Platz den Flashmob durchzuführen. Dabei sollten die anwesenden Teilnehmer den Satz “österreichische Gebärdensprache I love you” gebärden – abschließend wurde applaudiert. Hier sollte am Tag der Sprachen darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch die Gebärdensprache eine Sprache ist und dass sie in der Öffentlichkeit mehr Präsenz bedarf. Wichtig erschien den teilnehmenden Gehörlosen auch zu zeigen, dass es verschiedene Gebärdensprachen gibt wie in der Lautsprache. Eine Schulklasse nahm am Flashmob teil und zeigte so ihr Interesse für Gebärdensprache aber setzte somit auch ein Zeichen für Toleranz.

Wir vom VÖGS bedanken uns für die Organisation und Durchführung des Flashmobs, an dem auch der ORF und W24 mit jeweiligen Kamerateam vertreten war. Lediglich hätten wir vom VÖGS uns gewünscht, dass mehr gehörlose Personen daran teilnehmen und auch dass der ausgesuchte Zeitpunkt  und der Ort ein  Günstigerer gewesen wäre.

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StudentInnentreffen: Vortrag über Erasmus am 19.Oktober 2011 um 19 Uhr im WITAF

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Liebe gehörlose und schwerhörige Studierende!

Bitte macht mit an dem Fahrraddemo für mehr Rechte für Studierende mit Behinderungen am 19.Juli 2011 !!!

Im Rahmen einer internationalen Radtour von Juni bis September für die Rechte von internationalen Studierenden ist am 19. Juli ein Treffen und eine gemeinsame Fahrt von der UNO bis zur Uni für die Rechte von behinderten Studierenden geplant.

Organisiert wird dies von Studierenden einer internationalen Organisation (Campus Europae), die für die Rechte der Studierende durch halb Europa radelt. In Wien wird es einen Schwerpunkt für Studierende mit Behinderungen geben. Es ist geplant, dass es eine Resolution der Wiener Studierenden mit Behinderung geben soll. Bei ihrer Weiterfahrt werden die Studierenden auch diese Charta mitnehmen und vertreten.

In Wien ist ein Zusammenschluss von behinderten Studierenden mit den Teilnehmern der Europa-Tour geplant:
Vor dem UN-Gebäude und dem Konferenzzentrum sollen Aktivisten mit Behinderung und die internationalen Radfahrer einander begegnen, eine Resolution über die angestrebten Rechte von Studierenden mit Behinderungen soll übergeben werden und eine gemeinsame Fahrt mit Rädern, Rollis und Skatern mit möglichst vielen behinderten Studierenden und auch Absolventinnen oder Interessierten sollen teilnehmen.

Nähere Informationen siehe Link: http://www.rideforyourrights.org/

Programmablauf – Ride for Your Rights am 19.Juli 2011 in Wien:

Ab 16 Uhr:
Treffpunkt vor dem Austria Center (Konferenzzentrum bei der UNO)–>siehe Karte unten
Ersatz Donauinsel – Reichsbrücke (wenn das nicht möglich ist)

Ab 17 Uhr:
Eintreffen der Rad-Tour: Getränke, Erfrischungen, Gespräche
Feierliche Übergabe einer Charta für die Rechte von Studierenden mit Behinderungen

Ab 18 Uhr (Abfahrt):
Ride for Your Rights Tour mit behinderten Studierenden, AktivistInnen…
(mit Rollis, Skates, Rädern):
Reichsbrücke -> Lasallestraße -> Praterstern -> Praterstraße -> Aspernbrücke
-> Stubenring -> entlang des Rings bis zur Universität

18.30 bis ca 20.30
Universitäts-Arkadenhof ab : Eintreffen der Tour um ca 19.00:

 

Wir hoffen, dass viele Studierende und Interessierte an diesem Radtour teilnehmen werden.
Es ist ein wichtiges Anliegen für Studierenden mit Behinderung.

Wenn Ihr Fragen habt, bitte schreibt uns per E-Mail an info(at)voegs.at !

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Ausschreibung für das neue Projektjahr – GESTU

Liebe Studierende!

Das Projekt GESTU – (Gehörlos erfolgreich studieren an der TU Wien) hat schon das erste Projektjahr (2010/2011) hinter sich und wirbt für das zweite Projektjahr(2011/2012) neue Studierende an.

Das Team des GESTU schickt wieder neue Ausschreibungen für die gehörlosen und schwerhörigen Studierenden aus. Die Studierenden können an dem Projekt im nächsten Semester (Wintersemester 2011) teilnehmen. Ihr bekommt von der Servicestelle Unterstützungen während des Studiumsalltags.
Welche Vorraussetzungen man/frau für eine Teilnahme an dem Projekt braucht, könnt ihr unter den Link (Ausschreibung für das 2.Projektjahr) lesen.

ACHTUNG! Bewerbung für eine Teilnahme an dem Projekt des GESTU bitte bis 5.Juli 2011!

Für mehr Informationen bitte die PDF-Datei herunterladen und lesen.

Website http://www.gestu.at
Informationen, Anfragen usw. an gestu(at)is.tuwien.ac.at schicken.

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StudentInnentreffen – Austauschabend am 15. Juni 2011

Auf Euer Kommen freut sich das ganze VÖGS – Team!

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