Montag, Juni 7th, 2010 | 2010 | Kommentare deaktiviert
Paulina stellt sich als Mitglied im Beirat “Barrierefrei studieren” der Universität Wien vor. Hier ist ein Überblick über die Aufgaben und Ziele dieses Beirats in Österreichischer Gebärdensprache zu sehen.
Alex Lynch ist gehörlos. Das hindert ihn nicht daran, mitzureden: über Sprachen, Wien und Freunde. Zwei Dolmetscherinnen stehen ihm zur Seite.
Die Damen an Alex Lynchs Seite sind keine Pressesprecherinnen – in diesem Fall sind es Dolmetscherinnen. Der 28-jährige Mr. Lynch ist gehörlos. In Wien absolviert er zur Zeit ein Austauschsemester, seinen Master in Business Administration startete er an der Universität in Arizona. Im Gespräch gibt der Amerikaner Einblicke in eine unbekannte Welt und erzählt von Dinge, die man sonst nicht hört.
Anmerkung des Teams: Eigentlich studiert er an der WU Wien.
In einem Wiener Kindergarten werden gehörlose und hörende Kinder gemeinsam betreut – Verständigungsprobleme gibt es keine.
Wien – Marwin macht die Gebärde für “Elefant”, Valentina für “Bär” und Patrick gebärdet “Frosch”. Im städtischen Kindergarten in der Gussenbauergasse haben alle auch einen Gebärdennamen. In bunten Bilderrahmen hängen die Fotos der Kleinen an der Wand neben dem Gruppenraum. Drinnen jausnen die Kinder gerade mit Janina, der gehörlosen Assistentin, es gibt Äpfel, Topfenaufstrich und Reiswaffeln. “Wollt ihr auch Saft?”, fragt Janina in Gebärdensprache. Dominik mit dem blitzblauen Hörgerät schnappt sich ein Glas, trinkt und saust wieder zu seinen Freunden.
Ein Modellversuch soll gehörlosen Studierenden den Zugang zum Studium erleichtern
Wien – Gehörlose kämpfen beim Zugang zu Bildung mit großen Hürden: in Österreich gibt es nur 20 bis 40 gehörlose Studierende. Das soll sich nun mit dem Modellversuch Gehörlose Studierende (Gestu) an der Technischen Universität Wien ändern. Ziel des Projekts ist es, Gehörlosen den Zugang zum Studium zu erleichtern und ihnen ein Absolvieren innerhalb der gleichen Zeit wie Hörende zu ermöglichen. Das Projekt wurde letzte Woche vom Wissenschaftsministerium bewilligt, mehr im PDF – Artikel vom 22. März 2010 im DER STANDARD [PDF]